28,15,0,50,1
600,600,60,1,5000,1000,20,2000
90,300,0,50,12,25,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
Arkaden in Ljubljana Foto: Thomas Reck
Arkaden in Ljubljana
Julianische Alpen Foto: Thomas Reck
Julianische Alpen
Koper Foto: Thomas Reck
Koper
Ljubljana Foto: Thomas Reck
Ljubljana
Ljubljana Foto: Thomas Reck
Ljubljana
Piran Foto: Thomas Reck
Piran
Piran Foto: Thomas Reck
Piran

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Slowenien

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ÜBERBLICK

 

Mit Exkursionen in die Julischen Alpen (Soča-/Isonzotal) und an die Adria (Piran, Koper)

„Eine schöne Reise in bester EOL-Tradition: professionell und engagiert, anspruchsvoll und authentisch. Dieser Reisegruppe schließt man sich gerne an, weil sie dem Individuellen gegenüber aufgeschlossen ist.“

(Martin Müller, März 2008)

 

 

Themen der Reise:

  • Österreichische und venezianische Herrschaftsträger und Einflüsse
  • Die Lage Sloweniens im Ersten und Zweiten Jugoslawien
  • 2. Weltkrieg: Germanisierung, Italienisierung, Partisanen, Domobranci
  • Zerfall Jugoslawiens und Unabhängigkeit Sloweniens
  • Slowenien als Mitglied der NATO und der EU
  • Jugendstil und Plečnikstil: Architektur Ljubljanas
  • Alpen, Karst und Adria: Große Vielfalt auf kleinem Raum
  • Zahlreiche Gespräche mit Slowenen vermitteln Informationen aus erster Hand

REISE

 

Herz und Kopf Sloweniens

In Deutschland wird Slowenien mit seiner besonderen slawisch-österreichisch-venezianischen kulturellen Mischung und seiner außergewöhnlichen landschaftlichen Vielfalt zwischen Alpen und Adria bisher wenig wahrgenommen., manche verwechseln es gelegentlich mit der Slowakei oder Slawonien oder siedeln es – zu Unrecht – "irgendwo auf dem Balkan" an. Dabei existieren einige populär- oder alltagskulturelle Verbindungen zwischen Deutschland bzw. Österreich und Slowenien. Nicht wenige haben einen slowenischen "Gorenje"-Herd oder Kühlschrank in ihrer Küche stehen. Das Wort kommt von dem geographischen Begriff Kranj Gorenjska, zu deutsch Oberkrain. Die "Original Oberkrainer" wiederum sind keine bayrische oder österreichische, sondern eine slowenische Volksmusikkapelle. Die Steiermark und Kärnten sind nicht nur österreichische Bundesländer mit slowenischer Bevölkerungsminderheit, sondern als Štajerska und Koroška auch Regionen im Norden Sloweniens. In der damals "großdeutschen" Koroška wurde 1942 der spätere Büchner-Preis-Träger Peter Handke von einer slowenischen Mutter geboren.

 

Slawen zwischen Wien und Venedig

Im 6. Jh. n. Chr. wanderten Slawen in das Gebiet des heutigen Slowenien ein. Von 626 bis 745 existierte ein selbstständiges slawisches Fürstentum Karantanien, das als politisches Zentrum der slowenischen Ethnogenese gilt. Danach kam das Land unter die Oberherrschaft der Baiernherzöge, bis es unter Karl dem Großen Bestandteil des fränkischen Kaiserreichs wurde. Ab dem 13. Jh. gerieten die slowenischen Siedlungsgebiete Schritt für Schritt unter habsburgische Herrschaft, mit Ausnahme des Besitzes Venedigs an der istrischen Adriaküste und in Friaul.
Anfänge eines slowenischen nationalen Erwachens fallen in die Zeit der Reformation: Forderungen nach Gottesdienst und Predigt in der Volkssprache wurden laut, der Geistliche Primož Trubar schuf mit seiner Übersetzung des Neuen Testaments die Grundlage der heutigen slowenischen Schriftsprache. Die mit aller Härte durchgeführte Gegenreformation führte dazu, dass weitere Ansätze einer Nationswerdung der Slowenen erst wieder in der zweiten Hälfte des 18. Jh. festzustellen sind. Eine wichtige Rolle spielten dabei die theresianisch-josephinischen Reformen mit der Einführung slowenischsprachigen Grundschulunterrichts. Ein weiterer Beschleuniger für die nationale Bewegung waren die Folgen der Französischen Revolution mit der Zerschlagung der venezianischen Republik 1797 und der Zugehörigkeit der slowenischen Siedlungsgebiete zu den "Illyrischen Provinzen" (1809-13) des französischen Kaiserreichs, deren Hauptstadt Ljubljana wurde.
Nach dem Wiener Kongreß 1815 kam Slowenien wieder zu Österreich. Der nationale Aufbruch war auch durch den Metternichschen Absolutismus nicht mehr aufzuhalten und entwickelte sich in den Bereichen Sprache und Kultur dynamisch. Eine herausragende Rolle spielte dabei der Dichter France Prešeren. In der Durchsetzung ihrer politischen Forderungen, vor allem nach einem eigenen Kronland in der Monarchie, war die Nationalbewegung nicht erfolgreich, auch die Gründung einer slowenischen Universität in Ljubljana/Laibach wurde von den Machthabern bis 1918 verhindert. So gewann die Idee des Jugoslawismus ab Ende des 19. Jh. zunehmend Anhänger. Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie kam es am 29.10.1918 zur Proklamation des unabhängigen "Staates der Serben, Kroaten und Slowenen" (ab 1929 diktatorisch regiertes "Königreich Jugoslawien").

 

"Jugoslawische Preußen" und "heimliche Schwaben"

Die Jahrhunderte lange österreichisch-deutsche Herrschaft (in territorial geringerem Maße auch die venezianische) hat in vielen Lebensbereichen - Architektur, Sprache, Alltag - Spuren hinterlassen. So galten die Slowenen in Jugoslawien als die "jugoslawischen Preußen", aufgrund ihrer Sauberkeitsliebe wurden sie auch schon als "heimliche Schwaben" tituliert.
Das erste, monarchistische Jugoslawien war für die Slowenen eine Enttäuschung. Nach einer Volksabstimmung in Kärnten und dem Vertrag von Rapallo (beide 1920) lebte ein Viertel der slowenischen Bevölkerung (350.000 Menschen) außer Landes. Innenpolitisch boten serbischer Zentralismus und Dominanz wenig Grund zur Freude.
1941 wurde das Land zwischen Deutschland (Nordhälfte mit Maribor), Italien (Südhälfte einschließlich Ljubljana) und Ungarn (Übermurgebiet im Osten) aufgeteilt. Der dem deutschen Reich einverleibte Teil Sloweniens wurde brutal germanisiert, die Slowenen mussten dem "Steirischen Heimatbund" beitreten und Deutsch lernen. Wer sich widersetzte, wurde interniert oder deportiert. Gegen die Besatzung formierte sich die kommunistisch dominierte Partisanenbewegung, die mit Unterstützung der Alliierten das Land im Frühjahr 1945 von den Deutschen befreite. Im zweiten, kommunistischen Jugoslawien tabuisiert und bis heute umstritten ist die Rolle der "Domobranci" (Heimwehr). Ihr Kampf richtete sich hauptsächlich gegen die Kommunisten, einige leisteten jedoch auch den deutschen Besatzern Widerstand und wurden im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Etwa 11.000 Domobranci wurden im Sommer 1945 im Karstgebiet ermordet.
Diese und andere Morde nach 1945, der Gesamtcharakter des kommunistischen Staates einschließlich der von dem Slowenen Edvard Kardelj "erfundenen" "Arbeiterselbstverwaltung" ist Thema einer Vergangenheitsdiskussion, die die heutige slowenische Gesellschaft spaltet.
Einig waren sich die Slowenen in dem Wunsch, in einem selbstständigen Staat leben zu wollen. Nach dem Tod Titos 1980 wuchs die Unzufriedenheit mit den jugoslawischen Verhältnissen, mit dem stärker werdenden serbischen Dominanzstreben. Dazu kam der als ungerecht empfundene Tatbestand, als wohlhabendste Republik den armen jugoslawischen Süden subventionieren zu müssen. So stimmten beim Referendum am 26.12.1990 88,5% für die Unabhängigkeit Sloweniens, die am 25.6.1991 offiziell erklärt wurde. Es folgte das Eingreifen der Jugoslawischen Volksarmee, der – im Vergleich mit den späteren Auseinandersetzungen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina – relativ unblutige "10-Tage-Krieg" (ca. 60 Todesopfer). Seither ist viel passiert. Bei einem Referendum im März 2003 haben sich 90% der Slowenen für den Beitritt ihres Landes zur EU entschieden, 66% stimmten für die Mitgliedschaft in der NATO. Heute erfüllt die etwa hessengroße alpin-adriatische Republik innerhalb der Europäischen Union auch eine Brückenfunktion zu den anderen postjugoslawischen Staaten.

 

PROGRAMM

 

Vorgesehenes Reiseprogramm

Tag Programm
1. Tag
  • Abfahrt ab München (ca. 14.00 Uhr) über Villach nach Ljubljana (Ankunft ca. 21.00 Uhr)
2. Tag
  • Ausführliche Stadtführung durch Ljubljana: Burgberg, Alt- und Innenstadt mit Barock-, Jugendstil- und Plečnikbauten
  • Informationen zu: Stadtgeschichte, österreichische Einflüsse, Alltagsleben, Rolle der Kirche u.a.
3. Tag
  • Die überragende Bedeutung Jože Plečniks: Besuch des Friedhofes in Žale ("Plečniks Totenstadt") und des ehemaligen Wohnhauses (heute Architekturmuseum) des wichtigsten slowenischen Architekten
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Spaziergang zum "Metelkovo Mesto" (ehem. Kasernen mit Gefängnis, heute "alternatives" Kulturzentrum mit Clubs, Discos, Jugendhotel u.a.).
  • Besuch der Redaktion einer Obdachlosenzeitung. Gespräch über die soziale Situation in Slowenien
4. Tag Tagesexkursion in die Julischen Alpen:
  • Fahrt über Bled - Zwischenstopp am schönen See mit Degustation der berühmten „Kremschnita“ (Crèmeschnitte) - und Kranjska Gora, die spektakuläre Alpenstraße über den Vršič-Pass, vorbei an der "Russischen Kapelle" durch das Soča-/Isonzotal (Kämpfe zwischen Italienern und Österreichern während des 1. Weltkrieges, von Ernest Hemingway literarisch verarbeitet) und den Triglav-Nationalpark zur Quelle der Soča und nach Kobarid (preisgekröntes Museum über die Kriegsjahre in den slowenischen Alpen; Städtchen am Übergang vom alpinen zum mediterranen Kulturraum)
5. Tag Tagesexkursion an die Adria:
  • Fahrt durch das Karstgebirge. Zwischenstopp bei der Burg Sočerb mit Blick auf Triest und in der kleinen Kirche in Hrastovlje mit ihren beeindruckenden mittelalterlichen Totentanzfresken. Weiter nach Piran/Pirano, schönster Ort der slowenischen Küste, und Koper/Capo d’Istria, einem kleinen Venedig: Erkundung des "venezianischen Slowenien". Zeit zum Spazieren
6. Tag
  • Die aktuelle Situation Sloweniens: Gespräch mit einem Ljubljanaer Journalisten
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Abfahrt nach München (ca. 23.30 Uhr)
7. Tag
  • Ankunft in München (ca. 6.30 Uhr)

 

PREISE & LEISTUNGEN

 

Bis auf Weiteres nur für Gruppen buchbar.
Kontaktieren Sie uns, wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

 

Kosten und Leistungen

  • Reisepreis pro Person bei einer 20-köpfigen Gruppe: ca. € 650,- ab/bis München
  • Bei eigener An- und Abreise bis/ab Ljubljana: ca. € 570,-
  • Über Flugmöglichkeiten informieren wir Sie gerne

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Bahnreise München–Ljubljana, 2. Kl., Ljubljana–München im Liegewagen (6-Bett-Abteile)
  • 5 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) im Mittelklasse-"City Hotel" im Zentrum
  • Halbpension (5 Tage)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und slowenische Reiseleitung

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmerzuschlag: ca. € 110,-
  • Schlafwagen Ljubljana-München im 3-Bett-Abteil: € 20,-
  • Schlafwagen Ljubljana-München im 2-Bett-Abteil: € 35,-

 

REISEECHO

 

 

„Eine schöne Reise in bester EOL-Tradition: professionell und engagiert, anspruchsvoll und authentisch. Dieser Reisegruppe schließt man sich gerne an, weil sie dem Individuellen gegenüber aufgeschlossen ist.“

(Martin Müller, März 2008)


„Besonders gute Programmpunkte: Jura-Professor über Slowenische Geschichte; Reise zum Isonzotal.“

(Reiseteilnehmerin aus München, März 2008)


„Lokale Reiseleitung: Note 1. Sehr hilfsbereit, große Aufmerksamkeit für Details, sehr informative Erläuterungen in eigener Ergänzung des Programmangebots.“

(Marianne Tursich, August 2007)


„Konzept und Duchführung sind konkurrenzlos gut.“

(Margrit Seidler, August 2007)


„Besonders gute Programmpunkte: Julische Alpen und Adria, Stadt Ljubljana Führungen, Gespräch in Uni Ljubljana.“

(Frank Nedoma, April 2006)

 

 

„Stadtspaziergänge in Ljubljana: Davor ist ein menschlich-humanistischer, historischer Schatz mit vielen Diamanten – sie sind noch gar nicht alle aufgetaucht.“

(Reiseteilnehmerin aus Berlin, März 2005)

 

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