28,15,0,50,1
600,600,60,1,5000,1000,20,2000
90,300,1,50,12,25,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
Armenische Häuser in Zamosc Foto: Thomas Reck
Armenische Häuser in Zamosc
Denkmal für Janusz Korczak in Warschau Foto: Ulrike Huhn
Denkmal für Janusz Korczak in Warschau
Ghettodenkmal und Museum der Geschichte der polnischen Juden Foto: Thomas Reck
Ghettodenkmal und Museum der Geschichte der polnischen Juden
Lublin Foto: Thomas Reck
Lublin
Lubliner Altstadt Foto: Dinah Riese
Lubliner Altstadt
Marktplatz in Zamosc Foto: Ulrike Huhn
Marktplatz in Zamosc
Ohel von Elimelech in Lezajsk Foto: Thomas Reck
Ohel von Elimelech in Lezajsk
Synagoge in Lancut Foto: Ulrike Huhn
Synagoge in Lancut

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Lublin und Zamość

Wo einst die Schtetl waren

 

ÜBERBLICK

 

Krakau - Tarnów - Łańcut - Leżajsk - Bełżec - Zamość - Izbica - Lublin - Majdanek - Kazimierz Dolny - Warschau

„Unterkunft, Verpflegung, Reiseleitung: sehr gut. Besonders gut: die sehr gut ausgewählten und beeindruckenden Lesungen an vielen Programmpunkten 'vor Ort'.“

(Dieter Wolf, Berlin, Oktober 2016)

 

Die Reise „Zwischen Lublin und Zamość“ stellt den Versuch dar zu rekonstruieren, wie jüdisches Leben in Polen ausgesehen und funktioniert hat, bevor es von den Nazis zerstört wurde. Die Reisenden erhalten Informationen über die Einwanderung und Ansiedlung der aus Westeuropa geflüchteten Juden, über die Höhen und Tiefen der jüdischen Geschichte Polens, über verschiedene Strömungen des Judentums wie den Chassidismus, die Haskala, den Zionismus, über Sitten und Gebräuche, über das religiöse und das weltliche Leben. Da die Geschichte der polnischen Juden nicht isoliert betrachtet werden kann, werden auch Verbindungen zu relevanten gesamtpolnischen historischen Ereignissen und Prozessen hergestellt und Einblicke in das Zusammenleben zwischen Juden, Polen und Ukrainern vermittelt. „Zwischen Lublin und Zamość“ ist kein romantisierender Rekonstruktionsversuch des Lebens der Juden in Polen. Vielmehr wird an vielen Stationen unserer Reise auf bedrückende Weise klar, dass die Ermordung der europäischen Juden nicht „nur“ mit Auschwitz, Treblinka oder Majdanek in Verbindung zu bringen ist, sondern auch mit Izbica oder Leżajsk. Neben den geschichtlichen erhalten die Reisenden auch aktuelle Informationen über die heutige Situation in der polnischen Provinz und in der Hauptstadt. Zahlreiche Treffen mit Experten (u.a. Historiker, Zeitzeugen, Vertreter der jüdischen Gemeinde), Filmvorführungen (u.a. „Der Dibbuk“, Polen 1937, Jidd. m. U.) und die Einbeziehung von Literatur (u.a. Döblin, Singer, Perez, Buber, Krall) tragen zum besseren Verständnis des Gesehenen bei.

 

 

REISE

 

Wo einst die Schtetl waren

Polen war einst jenes Land der Welt, das viele Juden ihr Paradies nannten, weil es dort über Jahrhunderte wenig Pogrome gab, weil sie dort Zuflucht vor Verfolgung und sicheres Asyl fanden und lange Zeit eine weit reichende Autonomie genossen. Im heutigen Südostpolen lebten Menschen verschiedener Konfessionen lange meist friedlich mit- oder nebeneinander: Katholiken, Juden, Unierte, Orthodoxe.
In vielen Städtchen und Dörfern dieser Region lag der jüdische Bevölkerungsanteil bei über 50%, manche Ortschaften wurden fast ausschließlich von Juden bewohnt. Hier waren die Schtetl, wie sie von den Gebrüdern Singer, von Jizchak Lejb Perez und anderen in ihren Romanen und Erzählungen beschrieben wurden. Hier scharten die Zaddikim ihre chassidischen Anhänger um sich. Hier ging große Gelehrsamkeit mit bedrückender sozialer Not einher.
Zwischen 1941 und 1944 ermordeten die Nazis die Juden dieses Gebietes in den Vernichtungslagern Bełżec und Majdanek. Einige der Schtetl wurden zu Durchgangsghettos für deportierte Juden aus Westeuropa. Auf den zweiten Blick finden sich noch Spuren der vernichteten Welt: jüdische Friedhöfe, ehemalige Synagogen, Wohnhäuser, Schulen, Bäder.

 

Polnische und jüdische Geschichte

Lublin Denkmal für Janusz Korczak in Warschau

Auch für die nichtjüdische polnische Geschichte und Kultur ist diese von ausländischen Reisenden zu Unrecht meist ignorierte Region von Bedeutung. So war Lublin wegen seiner weltberühmten Jeschiwah nicht nur das „jüdische Oxford“, sondern auch der Ort, an dem die polnisch-litauische Union geschlossen wurde, die die Adelsrepublik zum größten Flächenstaat Europas machte. Die berühmtesten polnischen Familien errichteten hier ihre Renaissance-Paläste. Zamość war nicht nur ein Zentrum der Haskala, der jüdischen Aufklärung, sondern auch eine – noch weitgehend erhaltene – vom bedeutenden polnischen Staatsmann Jan Zamoyski und dem italienischen Architekten Bernardo Morando entworfene idealtypische Renaissance-Mustersiedlung, die den Beinamen „Padua des Nordens“ erhielt.

 

Ländliches Leben und Großstadt

Lublin Armenische-Häuser in Zamosc

Auch heute ist die Gegend – abgesehen von Lublin, das sich mit seinen 350.000 Einwohnern zum wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum östlich der Weichsel entwickelt hat – überwiegend ländlich geprägt. „Zeit“ hat hier immer noch eine andere Bedeutung als in den großen Städten. Gleichwohl gehört auch diese Region, wo die handtuchgroßen Felder häufig noch mit Pferdepflügen bearbeitet werden, zu Europa. Sie gehörte immer dazu, was man im Westen gelegentlich vergisst. Einen Kontrapunkt zur ländlichen Schtetl-Kultur bildete die Großstadt Warschau, wo auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos Mauerfragmente, eine Synagoge, der zweitgrößte jüdische Friedhof Europas und zahlreiche Denkmäler an die Auslöschung der einst größten jüdischen Gemeinde des Kontinents erinnern.

 

PROGRAMM

 

Vorgesehenes Reiseprogramm

Tag Programm
1. Tag
  • Abfahrt ab Berlin (ca. 12.00 Uhr) mit dem EC/IC über Warschau (Ankunft in Krakau ca. 22.00 Uhr)
2. Tag
  • Führung durch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz
  • Fahrt mit dem Reisebus nach Tarnów. Geführter Spaziergang durch die Altstadt  (350 Gebäude unter Denkmalschutz) und Besichtigung des jüdischen Friedhofs 
  • Weiterfahrt nach Łańcut und Vortrag zur Geschichte der Juden in Polen
3. Tag
  • Łańcut: Besichtigung der Magnatenresidenz des Grafen Potocki und der ehemaligen Synagoge
  • Weiterfahrt nach Leżajsk: Grab des Zaddiks Elimelech, Bernhardinerkloster und Basilika 
  • Weiterfahrt nach Zamość mit Aufenthalt in Bełżec: Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers 
4. Tag
  • Stadtspaziergang durch Zamość: Altstadt, Zamoyskiresidenz, Thomas-Kirche, ehem. Synagoge, ehem. Mikwa, Geburtshaus Rosa Luxemburgs u.a.
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Weiterfahrt nach Lublin mit Zwischenaufenthalt in Izbica: teilweise erhaltener jüdischer Friedhof und  Denkmal/Grabstätte des jüdisch/katholischen Bruderpaares Griner/Pawłowski 
  • Film: „Der Dibbuk“
5. Tag
  • Stadtführung durch Lublin: Zentrum, Altstadt, jüdischer Friedhof, Talmud-Hochschule u.a.
  • Fahrt mit dem Reisebus nach Kazimierz Dolny: Spaziergang durch den Ortskern (jüdischer Friedhof, ehemalige Synagoge, Marktplatz, Weichselpromenade) 
6. Tag
  • Führung durch die Gedenkstätte Majdanek
  • Zeit zur freien Verfügung
7. Tag
  • Bahnfahrt nach Warschau
  • Besichtigung des 2014 eröffneten POLIN-Museums der Geschichte der polnischen Juden
8. Tag
  • Besichtigung des jüdischen Friedhofs und Führung über das Gelände des ehem. Ghettos mit Besuch der Nożyk-Synagoge
  • Informationsgespräch mit einem Mitglied der Warschauer jüdischen Gemeinde zur aktuellen Situation der polnischen Juden
  • Zeit zur freien Verfügung
9. Tag
  • Abfahrt (ca. 10.00 Uhr) mit dem EC nach Berlin (Ankunft ca. 16.30 Uhr)

 

 

PREISE & LEISTUNGEN

 

Preis:

  • Reisepreis: € 980,-
  • Bei eigener An/Abreise bis Krakau/ab Warschau: € 915,-
  • Bei eigener Anreise bis Krakau: € 945,-
  • Bei eigener Abreise ab Warschau: € 950,-
  • Über Flugmöglichkeiten informieren wir Sie gerne

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Bahnreisen Berlin–Warschau–Berlin im EC, Warschau–Krakau und Lublin–Warschau im IC (2. Klasse)
  • Alle Reisebusfahrten im Land ab Krakau bis Lublin
  • 8 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in Mittelklassehotels in Krakau (1, Hotel „Regent“, mitten in Kazimierz), Łańcut (1, Hotel „Łańcut“, nah am Schlosspark), Zamość (1, Hotel „Renesans“, Altstadt), Lublin (3, Hotel „Mercure“, 15  Fußminuten zur Altstadt) und Warschau (2, Hotel „Ibis Stare Miasto“, nah zum POLIN-Museum) 
  • Halbpension (7 Tage)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und polnische Reiseleitung)

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmer: € 120,-

 

REISEECHO

 

 

„Unterkunft, Verpflegung, Reiseleitung: sehr gut. Besonders gut: die sehr gut ausgewählten und beeindruckenden Lesungen an vielen Programmpunkten 'vor Ort'.“

(Dieter Wolf, Berlin, Oktober 2016)


„Eine viele Aspekte integrierende Reise, bedrückend in der Konfrontation mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands, informativ in Bezug auf die Spuren jüdischen Lebens, hoffnungsvoll hinsichtlich der Entwicklung modernen städtischen Lebens.“

(Rolf Empen, Eckernförde, August 2015)


„Die Reise war sehr interessant und spannend. Bedrückend die Spuren der jüngeren deutschen Geschichte zu hören und zu sehen. Beeindruckend das moderne Polen vor allem in Lublin und Warschau zu erleben. Vielen Dank.“

(Monika Skowranek, August/September 2014)


„Herzlichen Dank an das Gesamtteam von EOL für diese wunderbare Doppelreise nach Lublin-Zamosc/Lemberg. Sie war interessant, lehrreich und ... emotional. Ein klasse Programm.“

(Peter Kostka, August 2012)


„Tolle Unterkünfte, bis auf Zamosc. Wir haben die Verpflegung sehr genossen. Deutsche und lokale Reiseleitung: Sehr gut, sehr engagiert. Besonders gute Programmpunkte: Tarnow, Synagoge Lancut, Lublin. Wünschenswert: Etwas länger in Krakau.“

(Reisende aus Wien, Juli/August 2011)


„Besonders nette Dame bei der Führung durch Warschau, die anderen in den anderen Orten waren aber auch sehr gut. Vielen Dank für die tolle Reise.“

(Marion Miedel, August 2010)

 

 

„Unterkunft und Verpflegung: sehr gut bis gut. Deutsche und lokale Reiseleitung: Sehr gut. Besonders gute Programmpunkte: Alles in Lublin.“

(Hartmut Finkenbrink, Juli 2009)


„Gute Hotels. Schön, dass es landestypisches Essen gab. Reiseleitung: Großes Engagement bei beiden. Besonders gute Programmpunkte: Gespräche in Warschau und Piaski.“

(Reiseteilnehmerin aus Nordrhein-Westfalen, August 2008)


„Die Reise war ganz hervorragend organisiert und ist von allen TeilnehmerInnen ebenso bewertet worden!“

(Dr. Hermann Düringer, August 2006)


„liebe herren bruchhaus & reck, unsere reise hat sehr gut geklappt und war sehr schön. herzlicher gruß, ihr wie immer zufriedener kunde.“

(Minigruppe Horst Kopka, Mai 2006)

 

REISEKOMBINATIONEN

 

Kombinierbar mit:

Krakau-Mickiewicz-Denkmal-vor-den-Tuchhallen-Juergen-Bruchhaus.jpg

Krakau - Lublin 27.6.-10.7.

Reisenummern: 20+21
Gesamtreisedatum: 27.06.-10.07.2017
Komplettpreis: 1610 Euro (Sie Sparen: 165 Euro)
Gruppenwechsel: Der Gruppenwechsel findet am 3.7. in Krakau statt.
Gesamter EZ-Zuschlag: 250 Euro
Reiseleitung: Jürgen Bruchhaus, Pawel Krzak, Alisa Warnecke, Pawel Krzak
Zur Reisebeschreibung von Krakau
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