28,15,0,50,1
600,600,60,1,5000,1000,25,2000
90,300,1,50,12,25,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
Foto: Fanny Stroh
Bauer in Kochkor
Issyk-Kul bei Cholpon Ata (Fanny Stroh)
Issyk-Kul
Foto: Fanny Stroh
Brote auf dem Basar, Bischkek
Foto: Fanny Stroh
Ala-Too-Platz in Bischkek
Foto: Fanny Stroh
Grab von Tschingis Aitmatow
Foto: Fanny Stroh
Gedenkstätte für die Opfer des Zarismus und Stalinismus
Foto: Fanny Stroh
Im Dorf Rot-Front
Foto: Fanny Stroh
Burana-Turm
Foto: Fanny Stroh
Bushaltestelle am Issyk-Kul
Foto: Fanny Stroh
Pferd vor dem Tienschan-Gebirge
Foto: Fanny Stroh
Moschee der Dunganen in Karakol
Foto: Fanny Stroh
In Kochkor
Foto: Fanny Stroh
Unterwegs von Kochkor nach Tschitschkan
Foto: Fanny Stroh
Moschee und Berg Suleiman-Too in Osch
Foto: Fanny Stroh
Baumwollernte im Ferghana-Tal
Foto: Fanny Stroh
Paprika auf dem Basar in Osch

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Kirgistan

Berge, Jurten, NGOs

 

ÜBERBLICK

 

Bischkek - Rot-Front/Bergtal - Issyk-Kul/Yssykköl - Karakol - Dscheti Ogus - Kochkor - Tschytschkan - Ösgön - Osch

Neu im Programm!

 

Themen der Reise:

  • Nomadentum, zaristische Kolonialisierung, Sowjetunion und Unabhängigkeit: Die komplexe Geschichte des Landes
  • Kirgisen, Usbeken, Deutsche, Dunganen, Uiguren, Russen u.a.: Vielvölkerstaat und ethnische Konflikte
  • Insel der Demokratie? Politische Umbrüche und zivilgesellschaftliches Engagement im liberalsten Staat Zentralasiens
  • Staudämme, Goldabbau, Uranminen: Energiepolitik, Umweltprobleme und Wasserkonflikte
  • Kirgistans Außenpolitik zwischen Westorientierung und dem Einfluss Russlands sowie das schwierige Verhältnis zu den Nachbarstaaten
  • Wirtschaftliche Lage, Gastarbeiter in Russland und internationale Entwicklungshilfe
  • Grandiose Natur zwischen Tienschan, Pamir und dem Hochgebirgssee Issyk-Kul
  • Leben und Werk Tschingis Aitmatows
  • Gespräche mit Experten (Wissenschaftler, Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, Mitarbeiter von internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen) geben Einblicke in den Alltag und die soziale Wirklichkeit im Land

REISE

 

Berge, Jurten, NGOs

 

Jurten vor Tienschan

Kirgistan ist ein Hochgebirgsland, fast die Hälfte seiner Fläche liegt höher als 3000 Meter. Große Teile des Landes sind von den Gebirgssystemen des Tienschan (chin. „Himmelsgebirge“) und des Pamir bedeckt. Der höchste Berg ist mit 7439 m der Dschengisch Tschokusu (rus. „Pik Pobeda“) an der Grenze zu China.
Der Staat Kirgistan in seinen heutigen Grenzen ist ein Produkt der sowjetischen Nationalitätenpolitik. Bis zur russischen Eroberung in der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts war das Gebiet von verschiedenen Nomadenstämmen besiedelt und gehörte im Laufe der Jahrhunderte zu mehreren Großreichen,
u.a. dem buddhistischen Kuschan-Imperium, dem persischen Sassanidenstaat oder dem Reich der turksprachigen Karakhaniden.

 

Kolonialisiserung und Sowjetisierung

Orthodoxe Dreifaltigkeitskirche in Karakol

Das Russische Zarenreich kolonialisierte das Land und besiedelte es u.a. mit russischen und ukrainischen Bauern. 1916 erhoben sich einheimische Völker gegen die zaristische Siedlungspolitik und gegen die Zwangsrekrutierungen für den Ersten Weltkrieg. Die blutige Niederschlagung des Aufstands führte zu einer Massenflucht nach China. Dieses Ereignis mit schätzungsweise bis zu 200.000 Todesopfern ging als „Urgun“ (kirg. für Exodus) in die nationale Geschichtsschreibung ein.
Eine weitere Zäsur war die Sowjetisierung und Kollektivierung des Landes. Die bis dahin nomadisch lebenden Bevölkerungsgruppen wurden unter Zwang sesshaft gemacht, die vormals von traditioneller Viehhaltung geprägte Landwirtschaft in Kolchosen und Sowchosen umorganisiert.  Industrialisierung, Alphabetisierung sowie der Aufbau eines Gesundheitswesens und die „Befreiung der Frau“ brachten völlig neue Lebensweisen und eine neue Kultur mit sich. Der kirgisisch und russisch schreibende Autor Tschingis Aitmatow (1928–2008) schilderte in seinen Erzählungen und Romanen die dabei auftretenden Umbrüche, Widersprüche und Konflikte.

 

"Insel der Demokratie" und Revolutionen

Paprika auf dem Basar in Osch

Nach der Unabhängigkeit 1991 brach das sowjetische Wirtschaftssystem in Kirgistan fast vollständig zusammen, viele Menschen wurden arbeitslos
und verarmten. Der damalige Präsident Askar Akajew öffnete das Land politisch und wirtschaftlich gegenüber dem Westen. Sein Reformkurs brachte
dem Land in einer von autoritären Regimen geprägten Region den Ruf einer „Insel der Demokratie“ ein. Tatsächlich herrscht bis heute ein deutlich
freieres politisches und gesellschaftliches Klima als in den Nachbarstaaten, was sich beispielsweise in einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher Organisationen und einem vergleichsweise hohen Maß an Pressefreiheit widerspiegelt.
In den 2000er Jahren erlebte das Land gleich zwei politische Umstürze. 2005 wurde Präsident Akajew in der so genannten Tulpenrevolution abgesetzt. Die Amtszeit seines Nachfolgers Bakijew wurde im Jahr 2010 ebenfalls durch einen gewaltsamen Aufstand beendet. Nach Inkrafttreten der neuen Verfassung von 2010 ist Kirgistan nun die erste parlamentarische Demokratie Zentralasiens. Dennoch ist das Land z. T. nur oberflächlich demokratisiert, der Staat oftmals schwach und in vielen Bereichen von der Gesellschaft entkoppelt. Korruption sowie erhebliche Mängel im Bildungs- und  Gesundheitswesen sind drängende Probleme. Der starke wirtschaftliche und kulturelle Gegensatz zwischen dem Norden und dem Süden des Landes sowie ethnische Konflikte (kirgisisch-usbekische Unruhen von 2010 im Ferghana-Tal) fordern den Staat ebenfalls heraus.

 

Wasserkonflikte und internationale Beziehungen

Issyk-Kul

Wasser ist für Kirgistan eine zentrale Ressource. Die Strom- und Energiegewinnung durch Wasserkraft schürt allerdings Konflikte mit den Nachbarstaaten Usbekistan und Kasachstan, die das Wasser für ihre Landwirtschaft benötigen. Durch die neuerliche Anbindung Kirgistans an Russland
mit dem Beitritt in die Eurasische Wirtschaftsunion bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich das Land außenpolitisch entwickeln wird.
Mit seiner bewegten Geschichte und den dynamischen gesellschaftlichen Entwicklungen ist Kirgistan ein hochinteressantes Reiseziel. Die politischen
und kulturellen Widersprüche, die nationale und religiöse Vielfalt sowie die atemberaubenden Landschaften zwischen Hochgebirgen und dem  malerischen Issyk-Kul-See machen machen den Reiz des Landes aus.

 

 

 

PROGRAMM

 

Vorgesehenes Reiseprogramm

Tag Programm
1. Tag
  • Flug ab Berlin (ca. 11.30 Uhr) via Istanbul nach Bischkek
  • Andere Fluggesellschaften und Abflughäfen (z.B. Frankfurt, Hannover, München) auf Anfrage ggf. gegen Aufpreis möglich
2. Tag
  • Ankunft in Bischkek (ca. 2.00 Uhr). Transfer zum Hotel
  • Stadtbesichtigung in Bischkek: u.a. Tschui-Prospekt, Ala-Too-Platz, Weißes Haus, Orte der Revolutionen von 2005 und 2010
  • Fahrt zur Gedenkstätte der Opfer der zaristischen und stalinistischen Repressionen. Besuch des Grabs Tschingis Aitmatows
3. Tag
  • Spezialführung zur sowjetischen Architektur Bischkeks
  • Besuch des Osch-Basars
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Gespräch mit einem Politikwissenschaftler über die aktuelle politische Situation in Kirgistan
4. Tag
  • Fahrt an den Issyk-Kul-See mit folgenden Stationen:
  • Dorf Rot-Front/Bergtal (von deutschsprachigen Mennoniten 1927 gegründet). Nach Möglichkeit Gespräch mit dem Deutschlehrer und Besuch des Gebetshauses
  • Besichtigung des Burana-Turms aus dem 10. Jh. und der Sammlung von Balbal-Grabsteinen
  • Weiterfahrt entlang der Grenze zu Kasachstan und Übernachtung am Ufer des Issyk-Kul-Sees bei Tscholponata
5. Tag
  • Besichtigung der Petroglyphen/Felsritzungen bei Tscholponata
  • Weiterfahrt entlang des Nordufers nach Karakol (ehem. Prschewalsk)
  • Besichtigung der orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Karakol
  • Abendessen bei einer uigurischen Familie
6. Tag
  • Fahrt ins Dscheti-Ogus-Tal. Gelegenheit zu einer kleinen Wanderung und zum Genießen der Natur
  • Treffen mit einem Vertreter der muslimisch-chinesichen Minderheit der Dunganen und Besuch der dunganischen Moschee in Karakol
7. Tag
  • Fahrt entlang der Südküste des Issyk-Kul-Sees
  • Zwischenstopp bei einer Familie, die Jurten herstellt
  • Weiterfahrt nach Kochkor. Besuch eines Frauenhandarbeitsprojekts und Übernachtung bei einer Familie
8. Tag
  • Fahrt durch das malerische Suusamyr-Tal und über den Alabel-Pass (3184m)
  • Übernachtung in der Tschytschkan-Schlucht
9. Tag
  • Fahrt nach Osch mit folgenden Zwischenstopps:
  • Toktogul-Stausee: Informationen zur Energiegewinnung und Wasserkonflikten
  • Ösgön: Besichtigung des Minaretts und der Mausoleen aus dem 11. und 12. Jh
10. Tag
  • Stadtbesichtigung in Osch: u.a. heiliger Suleiman-Too- Berg (UNESCO-Weltkulturerbe), Besuch des Basars
  • Informationsgespräch zu den kirgisisch-usbekischen Ausschreitungen von 2010 und zu den interethnischen Beziehungen im Süden Kirgistans
11. Tag
  • Exkursion in das Umland von Osch mit Informationen zur Landwirtschaft im Ferghanatal
  • Rückflug nach Bischkek. Übernachtung in Bischkek
12. Tag
  • Rückflug mit Turkish Airlines ab Bischkek (ca. 7.00 Uhr) via Istanbul nach Berlin (Ankunft ca. 14.00 Uhr)

 

(Die Abflug- und Ankunftszeiten können sich aufgrund von Flugplanaktualisierungen noch verändern)

Kirgistan

 

PREISE & LEISTUNGEN

 

Preis:

  • Reisepreis: € 2.050,-
  • Bei eigener An-/Abreise bis/ab Bischkek: € 1.450,-

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Flug ab/bis Berlin mit Turkish Airlines via Istanbul (andere Abflughäfen oder Fluggesellschaften auf Anfrage ggf. gegen Aufpreis möglich)
  • Inlandsflug Osch-Bischkek (kirgis. Airline)
  • Sämtliche Busfahrten im Land (Reisebus und Minibusse)
  • 10 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in den Mittelklassehotels „Shah Palace“ in Bischkek (4), „Caprice“ oder „Karven Four Seasons“ am Issyk-Kul (1), „Green Yard“ oder „Amir“ in Karakol (2), „Oson“ in der Tschytschkan-Schlucht (1) und „Classic“ in Osch (2)
  • 1 Übernachtung bei einer Familie (Gästehaus, Gemeinschaftsbad) in Kochkor
  • Halbpension (11 Tage)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und kirgisische Reiseleitung)

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmer: € 150,-

 

REISEKOMBINATIONEN

 

Kombinierbar mit:

usbekistan-buchara-kuppel-miri-arab_fanny-stroh.jpg

Kirgistan - Usbekistan 21.9.-14.10.

Reisenummern: 36+42
Gesamtreisedatum: 21.09.-14.10.2017 image travel status
Komplettpreis: 3880 Euro (Sie sparen: 465 Euro)
Gruppenwechsel: Der Gruppenwechsel findet am 2.10. in Taschkent statt.
Gesamter EZ-Zuschlag: 330 Euro
Reiseleitung: Fanny Stroh, Mars Indigaraev, Olaf Günther, Yarash Ruziev
Zur Reisebeschreibung von Usbekistan
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Unsere Termine

 

03.06 - 14.06.2017Reise findet statt

Vorgesehene Reiseleitung:

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21.09 - 02.10.2017Reise findet statt. Nur noch Restplätze

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Aktuelles Wetter

Teilweise bewölkt

7°C

Bischkek

Teilweise bewölkt
Montag 3°C / 11°C Vereinzelt Regen
Dienstag 5°C / 17°C Sonnig
Mittwoch 7°C / 18°C Sonnig
Donnerstag 10°C / 22°C Sonnig

Uhrzeit in Bischkek

Fragen an Ex Oriente Lux?

 

Ex Oriente Lux Reisen
Neue Grünstr. 38
D-10179 Berlin

Deutschland - Germany

 

fon: +49 (030) 62 90 82 05

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Wir sind für Sie da:

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