Krakau - Kraków

Mit Exkursionen zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und nach Nowa Huta

Im Juni/Juli Sonderreise zum Festival der jüdischen Kultur

„Deutsche Reiseleitung: Sehr gut, geduldig, hilfsbereit. Lokale Reiseleitung: Sehr gut, sehr nett. Besonders gute Programmpunkte: Auschwitz / Birkenau, Gespräch mit Journalistin. Programm in sich stimmig, guter historischer Bogen.“ (Anja Hüppeler, April 2009)

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Termine:
  • 28.3.-3.4.10
  • 29.6.-5.7.10
  • 28.6.-4.7.11  reservieren
  • 4.8.-10.8.11  reservieren
Preis 2010 (verlässlicher Preis für 2011 hier ab November):
  • Reisepreis: € 620,- (April) / € 660,- (Festival)
  • Bei eigener An-/Abreise bis/ab Krakau: € 560,- / € 600,-
  • Über Flugmöglichkeiten informieren wir Sie gerne
Kombinierbar 2010 mit:

Themen unserer Reise in eine der schönsten Städte Europas sind:
● Polnische Geschichte und Kultur (Königsschloss Wawel, zweitälteste Universität Mitteleuropas, Marienkirche, Tuchhallen u.a.)
● Jüdisches Leben in Krakau vor 1939 und heute (Synagogen, Jüdisches Museum, Remuh-Friedhof im Stadtteil Kazimierz)
● Ermordung der Krakauer Juden im Ghetto Podgórze, im KZ Płaszów und in Auschwitz-Birkenau (Exkursion)
● Polnisches Leben heute: Wirtschaft, Politik, Soziales
● Deutsch-polnische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
● Treffen mit einer Journalistin, einem Literaten, einem Historiker und weiteren Krakauern

Europäische Kulturstadt Krakau

Krakau war – nach Gniezno/Gnesen – ab dem 11. Jahrhundert bis zum Jahre 1596 die Hauptstadt Polens. Auch danach wurden die polnischen Könige, bevor sie sich in Warschau ans Regieren machten, auf dem Krakauer Wawel, dem Schlossberg, gekrönt. Viele von ihnen fanden eben dort – neben anderen VIPs der polnischen Geschichte wie den Dichtern Mickiewicz und Słowacki oder dem Zwischenkriegspolitiker Piłsudski – ihre letzte Ruhe. Für die meisten Polen ist es ein absolutes „Muss“, den Wawel, diesen Ort, wo Geschichte lebendig wird, zumindest einmal im Leben zu besuchen. Viele, besonders die Krakauer, betrachten die Stadt am Oberlauf der Weichsel auch heute noch als die „eigentliche“ Kapitale Polens.

Deutsch-polnische Beziehungen
Krakau beherbergt seit dem 14. Jahrhundert die nach Prag älteste Universität Mitteleuropas. Kopernikus studierte hier, und zu seinen Lebzeiten stritt sich niemand darum, ob er nun Pole oder Deutscher sei. So waren auch die deutsch-polnischen Beziehungen in Krakau über lange Zeit eher von einem fruchtbaren Miteinander als von einem feindseligen Gegeneinander geprägt. Exemplarisch steht dafür das Schaffen des Nürnberger Steuerflüchtlings und Bildhauers Veit Stoß, der während seiner langen Krakauer Periode den einzigartigen Holzaltar der Marienkirche schuf. Auch die Zeit der Teilungen Polens gestaltete sich im österreichisch besetzten Krakau weitaus milder als in den preußisch und russisch okkupierten Teilen.
Für den entscheidenden Bruch der deutsch-polnischen Beziehungen sind die Nazis verantwortlich. Sie versuchten nachzuweisen, dass es keine eigenständige polnische Kultur gäbe. Krakauer Universitätsprofessoren wurden in das KZ Sachsenhausen deportiert, die jüdische Bevölkerung im Ghetto Podgórze, im Konzentrationslager Płaszów und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.
Vor 1939 waren ein Viertel der Krakauer Bevölkerung Juden. Sie lebten überwiegend im Stadtteil Kazimierz und trugen viel zur Entwicklung der Stadt bei. Heute hat die Krakauer jüdische Gemeinde etwa 150 Mitglieder. In Kazimierz, wo Spielberg seinen bekannten Film drehte, ist eine Gratwanderung zwischen dem Anknüpfen an die frühere Tradition und der Erschaffung eines „jüdischen Disneyland“ zu beobachten.

Tradition und Wandel
Krakau blieb auch nach 1945 die Stadt der alten polnischen Intelligenz. Dagegen konnte selbst die Errichtung der „sozialistischen Mustersiedlung“ Nowa Huta nichts ausrichten. Im „Sommer der Solidarität“ (1980) verbündeten sich vielmehr die Arbeiter mit den Intellektuellen. Am ‚runden Tisch’ errangen sie 1989 den Sieg, in der Folge ging es vielen von ihnen besser und einigen, insbesondere Älteren und gering Qualifizierten, zumindest materiell schlechter. Auch nach dem EU-Beitritt Polens im Jahre 2004 zeigen sich die Schattenseiten des Transformationsprozesses in dem grauen „Dickicht der Vorstädte“. Insgesamt jedoch ist die „Kulturhauptstadt“ Polens heute eine dynamische, internationale, lebendige und dennoch romantische und wunderschöne europäische Metropole mit mediterranem Flair.

Das Festival der jüdischen Kultur

Seit 1988 findet das Festival in Krakau statt, Höhepunkt ist das Open Air Abschlusskonzert auf der Szeroka-Straße in Kazimierz. Sie haben Gelegenheit zur Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Ausstellungen) des Festivals und erleben die ganz besondere Atmosphäre der Stadt in diesen Tagen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Festival-Webseite.

Vorgesehenes Reiseprogramm

    1. Tag
    • Abfahrt ab Berlin nach Posen (ca. 16.30 Uhr), Gelegenheit zu einer Stippvisite des schönen Marktplatzes
    • Weiterfahrt mit dem Nachtzug nach Krakau
    2. Tag
    • Ankunft in Krakau (ca. 7.00 Uhr)
    • Politisch-historische Führung durch die Krakauer Altstadt (u.a. Hauptmarkt mit Tuchhallen, Marienkirche mit dem berühmten Veit-Stoß-Altar, Jagiellonen-Universität, ‚Königsweg’ aus Floriańska- und Grodzka-Straße)
    • Besichtigung der Kathedrale und der Gruften auf dem Wawel
    • Zeit zur freien Verfügung
    3. Tag
    • Führung durch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz, Besichtigung der erhaltenen Synagogen und des jüdischen Museums, Führung über den Remuh-Friedhof
    • Besichtigung des Geländes des von den Nazis installierten Ghettos im Stadtteil Podgórze, Besuch des Museums der Ghetto-Apotheke
    • Begehung des Terrains des ehem. Konzentrationslagers Płaszów
    4. Tag
    • Tagesexkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau
    • Führung durch das „Stammlager“
    • Führung durch Birkenau
    5. Tag
    • Straßenbahnexkursion zur und durch die Eisenhüttenstadt Nowa Huta mit Informationen über diese auf dem Reißbrett geplante „sozialistische Vorzeigestadt“
    • Treffen und Gespräch mit einem Krakauer Literaten
    6. Tag
    • Treffen mit einem Krakauer Journalisten: Gespräch über die aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Situation in Polen
    • Zeit zur freien Verfügung
    • Fahrt mit dem Nachtzug nach Stettin (ca. 19.30 Uhr)
    7. Tag
    • Weiterfahrt nach Berlin
    • Ankunft in Berlin (ca. 9.00 Uhr)


    (Die An- und Abreisezeiten per Bahn können sich aufgrund von Fahrplanaktualisierungen noch verändern)

Kosten und Leistungen

  • Reisepreis: € 620,- (April) / € 660,- (Festival)
  • Bei eigener An-/Abreise bis/ab Krakau: € 560,- / € 600,-
  • Über Flugmöglichkeiten informieren wir Sie gerne

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Bahnreise Berlin–Posen/Stettin–Berlin (2. Klasse)
  • Bahnreisen Posen–Krakau im Schlafwagen (3-Bett-Abteil)/Krakau–Stettin im Liegewagen (6-Bett-Abteil)
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück im DZ (Bad oder Dusche/WC) im Hotel "Kazimierz" (Mittelklasse, mitten in Kazimierz)
  • Extrafrühstück am Ankunftstag
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung
  • Sicherungsschein


Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmerzuschlag: € 90,- (April) / € 110,- (Festival)
  • Schlafwagen Krakau–Stettin im 3-Bett-Abteil: € 15,-
  • Schlafwagen Posen–Krakau/Krakau–Stettin im 2-Bett-Abteil: € 45,-



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Blick auf den Wawel aus der Kanonikerstraße (Thomas Reck)
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Arche Noah Kirche in Nowa Huta (Jürgen Bruchhaus)
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"Tempel-Synagoge" in Kazimierz (Jürgen Bruchhaus)
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Hofcafe in Kazimierz (Jürgen Bruchhaus)
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Floriańskastraße (Thomas Reck)
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Adalbertkirche auf dem Hauptmarkt (Thomas Reck)
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