Argentinien - Argentina
Buenos Aires, Posadas, Iguazú-Wasserfälle, Mendoza, Puente del Inca, San Carlos
2010 nicht im Programm
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Termine:
Preis 2010 (verlässlicher Preis für 2011 hier ab November):
- Reisepreis: € 2600,-
- Bei eigener An-/Abreise bis/ab Buenos Aires: € 1600,-;
Kombinierbar 2010 mit:
Neben dem Flair der europäisch anmutenden Stadt Buenos Aires mit ihren Boulevards, Kaffeehäusern, Theatern, dem Besuch bei der jüdischen Gemeinde, dem Tango im bunten Hafenviertel erleben wir die Schönheit und Weite Argentiniens. Wir sehen die unendliche Pampa und die berühmten Wasserfälle von Iguazú an der Grenze zu Brasilien. Auf dem Weg dorthin besuchen wir eine Siedlung, in der die Nachkommen russisch-jüdischer Einwanderer leben. Von der Weinmetropole Mendoza aus fahren wir in die Anden zum Fuß des Aconcagua, des höchsten Berges der westlichen Hemisphäre. In San Carlos, einem Dorf etwas südlich von Mendoza, besuchen wir Kleinbetriebe und führen Gespräche mit Nachkommen der so genannten "Hirsch-Juden".
Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den Themen:
● Argentinien als Einwanderungsland unter besonderer Berücksichtigung der osteuropäischen und jüdischen Immigration
● Die "Rattenlinie" - Argentinien als Fluchtort der Nazis
● Die aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Situation
● Zahlreiche Gespräche mit Einheimischen (Schriftsteller, Mütter der Plaza de Mayo, Nachkomme jüdischer Immigranten, Vertreter einer Dorfkooperative und von sozialen Projekten) vermitteln tiefere Einblicke
Eine Reise durch das Land der Einwanderer
Europäische Einwanderer haben das Land geprägt - seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch viele Menschen aus Osteuropa, die der dortigen wirtschaftlichen Not zu entfliehen suchten. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu den "einfachen Menschen" auch Intellektuelle wie bspw. der herausragende polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz, der seine Argentinienerfahrung im Roman "Transatlantik" verarbeitet hat. Interessant ist die Einwanderung von osteuropäischen Juden, gefördert durch Baron Hirsch, der in Argentinien für seine armen Glaubensbrüder Land kaufte, auf dem landwirtschaftliche Siedlungen gegründet wurden. So gibt es auch eine Geschichte der jüdischen Gauchos.
Der aus einer jüdischen Familie aus Fürth stammende Autor Robert Schopflocher, der 1937 die Auswanderung nach Argentinien gelang, hat den Menschen in den Hirsch-Siedlungen ein literarisches Denkmal gesetzt. Nicht vielen Juden aus Europa gelang während der Nazizeit die Flucht an den Rio de la Plata. Tatkräftig unterstützt vom Vatikan, dem Roten Kreuz, der Schweizer Regierung und Präsident Perón kamen nach 1945 deren deutsche Verfolger, unter ihnen namhafte NS-Kriegsverbrecher wie Adolf Eichmann oder Erich Priebke ins Land.
Putsche - Krisen - Aufschwung
1943 putschte eine junge Offiziersliga, der auch Oberst Juan Domingo Perón angehörte, gegen die von der Oberschicht getragene Regierung. Drei Jahre später, nach einer vorübergehenden Verbannung, gewann Perón überlegen die Wahlen. In Erinnerung geblieben sind seine sozialen Programme und ganz besonders seine Frau Evita, die bis heute verehrt wird. Ihr gelang es die Massen zu mobilisieren und als sie 1952 sehr jung ihrem Krebsleiden erlag, fiel das Land in eine kollektive Trauer. Peronisten politisch einzuordnen, ist nicht ganz einfach, das Spektrum reicht von ganz rechts bis weit nach links.
Nach weiteren Putschen, Unruhen, Wirtschaftskrisen und Korruption auf allen Ebenen ergriff 1976 das Militär unter General Videla erneut die Macht, bis 1983 dauerte diese finstere Periode: Entführungen, Folterungen und das „Verschwinden lassen“ waren an der Tagesordnung. Nur langsam fand Argentinien zur Demokratie zurück, die Wunden sind bis heute nicht verheilt, auch wenn die „Mütter der Plaza de Mayo“ einen wesentlichen Anteil an der Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen hatten und haben. In den auf die Diktatur folgenden Jahren haben neoliberale, korrupte Politiker das Land beinahe in den Abgrund gewirtschaftet, Ende 2001 stand es kurz vor dem Kollaps. Inzwischen geht es wieder aufwärts.
Vorgesehenes Reiseprogramm
| 1. Tag |
- Abflug von Frankfurt (ca 10.15 Uhr) nach Buenos Aires (Ankunft ca. 19:00 Uhr)
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| 2. Tag |
- Ausführlicher Spaziergang durch das Zentrum von Buenos Aires
- Zeit zur freien Verfügung
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| 3. Tag |
- Stadtrundfahrt mit Schwerpunkt "Einwanderung in Argentinien"
- Informationsgespräch bei den "Müttern der Plaza de Mayo"
- Besuch des Museums der Opfer der Militärdiktatur
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| 4. Tag |
- Besuch bei der jüdischen Gemeinde: Besichtigung der Synagoge und Gespräch mit einem Gemeindemitglied
- Treffen mit dem Schriftsteller Robert Schopflocher, der über jüdische Einwanderer aus Osteuropa schreibt
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| 5. Tag |
- Die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation: Besuch eines Sozialprojekts
- Streifzug durch das Szeneviertel La Boca und Besuch einer authentischen Tango-Show
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| 6. Tag |
- Flug nach Posadas am Río Paraná an der Grenze zu Paraguay
- Besuch bei osteuropäischen Einwanderern in Apostoles
- Weiterfahrt nach Oberá
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| 7. Tag |
- Besuch der Ruinen von San Ignacio: Informationen zur Geschichte der Jesuiten
- Weiterfahrt nach Puerto Rico. Besuch bei Umweltgruppen und Sozialinitiativen
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| 8. Tag |
- Fahrt nach Puerto Iguazú im Dreiländereck Argentinien-Paraguay-Brasilien
- Besuch des Museums "El Dorado"
- Bootsfahrt auf dem Río Paraná
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| 9. Tag |
- Ausführliche Besichtigung der spektakulären Iguazú-Wasserfälle
- Zeit zur freien Verfügung
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| 10. Tag |
- Vormittags Flug zurück nach Buenos Aires
- Anschließend Weiterflug in die Weinhauptstadt Mendoza
- Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang
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| 11. Tag |
- Spaziergang durch das Zentrum Mendozas (zentraler Unabhängigkeitsplatz und die vier Nebenplätze San Martín, España, Italia, Chile, Museo Popular Callejero, San Francisco Kirche u.a.)
- Informationsgespräch mit Vertretern eines Sozialprojektes
- Besuch einer Weinkellerei: Degustation (nicht nur) des berühmten Malbec
- Fahrt nach San Carlos
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| 12. Tag |
- Besuch der Kooperative "Caminos de Altamira" (Weinbau, Gemüsebau, Töpferei, Radiostation): Einblicke in das ländliche Leben Argentiniens
- Informationsgespräch mit einem Nachfahren der "Hirsch-Juden"
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| 13. Tag |
- Ganztagesausflug in die Anden zum Fuß des Aconcagua
- Minitrekking in La Quebrada del Condor
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| 14. Tag |
- Rückfahrt nach Mendoza
- Flug nach Buenos Aires
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| 15. Tag |
- Zeit zur freien Verfügung
- Rückflug nach Frankfurt (ca. 22:00 Uhr)
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| 16. Tag |
- Ankunft in Frankfurt (ca. 15:00 Uhr)
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Kosten und Leistungen
- Reisepreis: € 2600,-
- Bei eigener An-/Abreise bis/ab Buenos Aires: € 1600,-;
Im Preis enthalten sind:
- Vorbereitungsmaterialien
- Flug mit der Lufthansa Frankfurt-Buenos Aires-Frankfurt, Economy
- Inlandsflüge Buenos Aires-Posada, Puerto Iguazú-Buenos Aires, Buenos Aires-Mendoza-Buenos Aires
- 14 Übernachtungen im DZ mit Bad/WC in Buenos Aires (6), Oberá (1), Puerto Rico (1), Puerto Iguazú (2), Mendoza (1), San Carlos (2), Quebrada del Condor (1)
- Halbpension (14 Tage)
- Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und argentinische Reiseleitung)
- Sicherungsschein
Zusätzliche Kosten (fakultativ):
- Einzelzimmer: € 390,-
- Zu- und Wegbringerflüge ab/bis Frankfurt mit Lufthansa von allen deutschen Flughäfen: ca. € 80,- (hin und zurück)
- EX ORIENTE LUX
